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  • AutorenbildMu-un Ra

Übergang - DER lebendige Moment



"Die Vergänglichkeit dieser schwebenden Welt

fühle ich immer wieder.

Es ist am schwersten, derjenige zu sein,

der zurückbleibt."

Ōtagaki Rengetsu (Buddhistische Nonne, Japan, 19. Jhrdt)



Es beginnt mit dem Öffnen Deiner Augen am Morgen und endet mit ihrem Schließen am Abend. Ebenso beginnt es mit dem ersten Schrei und Atemzug im Moment Deiner Geburt und endet mit dem letzten Atemzug Deines Lebens.


Mein, Dein, unser aller Leben ist eigentlich eine Abfolge von Übergängen und Wechseln zwischen Räumen, Zeiten und Atmosphären. Und mit dem immer währenden voran Schreiten der Zeit bleiben wir unausweichlich scheinbar zurück. Im ersten Moment mag das trivial erscheinen? "Na ja, ist halt so, Augen auf - Augen zu."


Ich meine, darin liegt eine der wesentlichen Chancen des Mensch Seins.



Das Geschehen - Die Kraft der Passage?

Wenn ich auf mein Leben schaue, die Tage, die kommen und gehen, kann ich mich oft beobachten, wie ich es mit den Übergängen nicht so leicht habe. Noch häufiger erkenne ich erst im Nachhinein, dass ich überhaupt an einem Übergang vorbei gekommen bin, den ich nicht wahr genommen habe und dementsprechend auch nicht sorgsam begleitet habe.


Es beginnt oft morgens schon. Hab nicht so gut geschlafen, wirr geträumt, vielleicht den Rücken etwas verdreht oder noch das Essen von gestern spät im Bauch. Etwas ist unkommod, nicht so richtig gut. Und nun soll ich aufstehen? Oh, neee.


Ich stehe auf stolpere zum Waschbecken, und schmeiße bereits beim Zähne putzen den Becher für die Zahnbürste um. Es folgt der verschüttete Tee und später das versiebte Meeting, weil ich genervt und gereizt reagiere auf die Nase da gegenüber...

To be continued... steht am Ende eines Filmes.

Du kennst solche Ketten sicher auch ganz gut.


Passieren - das steckt das Wort Passage drin. Etwas passiert an Dir vorbei. Etwas kommt in das Blickfeld und zieht dann an Dir vorbei. Dabei hat es Auswirkung auf Dich, auch wenn es scheinbar gut weit weg ist. Welche Auswirkungen es auf Dich hat hängt von vielen Dingen ab. Oftmals auch von Dingen, die bereits hinter Dir liegen oder die verdeckt sind.


Dabei lassen sich zwei Hauptformen von Passagen unterscheiden. Die Eine geschieht im Alltäglichen ganz nebenbei und häufig ist sie von vielen scheinbaren (!) Zufälligkeiten und Einflüssen aus der Außenwelt beeinflusst (Aufstehen, Weg zur Arbeit, in die Besprechung, Kontakte mit Kunden, Menschen, Weg nach Hause und Freizeitaktivitäten). All das PASSiert so am Tag. AH, da ist es. Passage.


Die andere Form der Passage und des Übergangs ist der im Besonderen wahrgenommene Übergang, meistens im Rahmen größere Lebenspahsenübergänge oder auch nach äußeren Brüchen mehr oder weniger bewusst vollzogen (Schulzeitende, Berufwechsel, Umzug, Heirat, Todesfall, Scheidung, Renteneintritt, Auslandsjahr...) Diese Passagen nehmen wir als wirkliche Übergänge wahr und begehen sie auf die eine oder andere Weise bewusst und individuell oder "wie man das halt so macht".


Mir gefällt als ein Beispiel und Vorstellung für eine Passage mit wesentlichen Bestandteilen das Bild von Schwall und Sunk im Bereich von Gewässern. Klingt wissenschaftlich? Ist es auch. Geht aber auch ganz einfach und kannst Du am Strand von Flüssen beobachten.


Ein großes Schiff fährt ganz langsam vorbei. Wow, das ist imposant. Und es wird immer imposanter, je näher Du dran bist. Oh, wie praktisch, das Wasser geht etwas zurück, Du kannst noch näher ran, im Fluss taucht der Flussboden auf, Du erkennst Dinge, die sonst nicht zu sehen sind. Zwei Sensationen gleichzeitig! Das Schiff ist jetzt auf Deiner Höhe. Geil! Und dann stehst Du so, etwas verwirrt, geblendet und freudig aufgeregt im Fluss und plötzlich schwappt das Wasser schnell und beherzt mit einer Flutwelle zurück. Wenn Dein Stand nicht sicher ist, Du nicht vorbereit bist, dann reißt die Welle Dich um und nimmt Dich mit. Von Erschrecken bis nass werden, bis Kopf anhauen bis ertrinken. Alles ist möglich.


Für mich ist die spannende Frage im Geschehen der Dinge nicht "Wie kann ich Übergänge und Unbekanntem ausweichen, verhindern oder irgendwie gut durchkommen?"

Für mich wird es spannend mit den Fragen:

  • Wie komme ich in dieses Geschehen wach hinein und auch ebenso wach und für mich und alle Beteiligten wieder gut heraus?

  • Welche Position möchte ich einnehmen zu Beginn, mittendrin und am Ende des Übergangs-Ereignisses?

  • Welche Stempel braucht mein PASS, den ich mir ausstelle für die Reise, die Passage, die ansteht?

Es geht also um die Wahl meiner Position im Geschehen.



Das Gestalten - Sehnsucht wird Mitgehen?



Wenn Der Moment kommt, an dem Du beschließt nicht durch etwas Geschehendes (egal ob alltäglich oder ein besonderer singulärer Übergang, s.o.) mit hindurch zu stolpern sondern Dich darin mit gestaltend und entscheidend zu bewegen, halte an!

Du bist im Begriff, in Deinem Leben weiter zu wachsen.


Oft braucht es dazu einen gewissen Verdruss, einen Leidensdruck, eine anhaltendes "Ich hab auf diesen Mist keinen Bock mehr". Engstellen und Phasen-Übergänge sind natürliche Einladungen des großen Übergangs-Rades (im Großen wie im Kleinen!). Nimmst Du sie nicht, ist das eine Entscheidung für eine weitere Runde im Bekannten und Geschehen. Das ist überhaupt nicht schlimm, denn das Rad dreht sich im Kreis, also kommst Du wieder dran vorbei. Mist? Stimmt. Und auch wieder nicht!

Nimmst Du die Engstelle und Einladung auch nur für 5 % als Einladung an, dann ist das der erste Schritt der Gestaltung, denn es gibt dann 5% Deines Wesens, der bereit ist, Dich durch diese Engstelle zu tragen.


Im Lernen mit Gestaltung von Geschehen und Leben kann ich vier Phasen identifizieren, die immer wieder kehren und sich ablösen im Optimalfall.

  1. Kennen, erkennen, Erfahrung sammeln.

  2. Probieren, spielen, Möglichkeiten ausloten.

  3. Trainieren, reifen, Übung tun.

  4. Improvisieren, frei sein, Leben feiern.

  5. ...und dann: Return to 1;-)

Als Kinder haben wir in der Regel diese Phasen quasi im Blut und bewegen uns daran entlang. Leider lädt unser Lernsystem Leben mit Schule, Erziehung (was für ein Wort) und ewigem äußeren (statt innerem) Wachstum um jeden Preis nicht ein, diese Phasen wirklich mit aller Vorsicht und Zeit zu durchschreiten, zumal ich mit 18 Jahren ja aus mir unbegreiflichen Gründen schon erwachsen bin und in diesem so genialen Prozess nicht mehr mitspielen darf oder bereits alles gelernt haben muss. Quatsch mit Soße aus meiner Sicht. Da geht es erst richtig weiter!



Rituale und Prozesse


Wie wäre es, wenn ich auch mit mehr als 18 Jahren kleine und große Übergänge nicht nur ganz gut hin bekomme, sondern sie pflege, zelebriere oder gar feiere?


Unser äußeres Leben kennt einige gesellschaftlich anerkannte singuläre Rituale des größeren Übergangs. Geburtstag, Einschulung, Ausschulung, Führerschein, Hochzeit... Diese Übergänge sind anerkannte "Hast Du gut gemacht" Momente. Das war es dann aber auch schon. Häufig sind sie mit wilden "Sausen" und ritualisierten Handlungen verbunden. Ebenso häufig wird dann ein Buchstabe getauscht und aus Sausen wird Saufen. Wohl gemerkt: Ich bin Drogen in Übergangsprozessen durchaus nicht abgeneigt, aber nur, wenn Sie geeignet und so dosiert sind, dass sie Wachheit und Bereitschaft für das Geschehen eröffnen oder aber gezielt die Wahrnehmung erweitern auf transzendente Räume und nicht dazu führen besinnungslos durch das Ritual zu brettern.


Und Rituale für die "Ist schief gegangen" Momente sind auch nicht wirklich gepflegt und gern gesehen, weil das eigene System oft sagt: "Schnell weg hier", anstatt nochmal drauf zu schauen und die Erfahrung dann mit einem "Da hab ich was gelernt und weiß, was nächstes mal mein gereifter Ansatz ist" Moment gut gehen zu lassen.


Über Rituale allein lässt sich eher ein Buch als ein Blogbeitrag schreiben. Daher möchte ich hier nur auf wesentliche Aspekte eingehen, die den Übergang mit Hilfe von Ritualen erleichtern.


Die bewusste Gestaltung eines Rituals als Transportvehikel für einen gelungenen Übergang erfordert im Zweifel im Außen nicht viel. Jemand steht auf einem Platz und irgendwann macht er oder sie einen Schritt und steht auf einem neuen Platz. Entscheidend ist aber genau die Wachheit und Bewusstheit, die im Innen sich in Schritten vollziehen kann.


Daher ist es gut, einen Übergang näher zu beleuchten und Gemeinsamkeiten zu erkennen und wesentliche mögliche Aspekte der Erforschung zu benennen.


Die Phasen eines Übergangs:


Anhalten vor der Schwelle: Zeitraum X für genau hier sein, Nichts ist zu tun!

  • Wie bin ich hierher gekommen (Höhen und Tiefen des Weges)?

  • Was lasse ich zurück (Werte, Menschen, Besitz, Sicherheiten...)?

  • Was nehme ich mit (Werte, Menschen, Besitz, Sicherheiten...)?

  • Wovor habe ich Angst?

  • Worauf freue ich mich?

  • Wann ist der Zeitpunkt gekommen?

  • Wie genau tue ich den Schritt? Hilfsmittel, Körper mitnehmen, Zeugen dabei haben, Bewegung oder Ausdruck...

Vollziehen des Schrittes.

Anhalten hinter der Schwelle: Zeitraum X für genau hier sein. Nichts ist zu tun!

  • Wie fühlt es sich an (was ist gut, was nicht so)?

  • Will ich hier bleiben oder lieber erstmal zurück? Mit Letzterem nichts machen müssen, nur wahrnehmen, ist meist wirklich schwer genug, diesen Aspekt zu zu lassen, ohne Selbstvorwurf.

  • Was brauche ich als Nächstes (Stille, Feier, Gefährten, Natur, Ausdruck...)?

  • Was ist nun der nächste konkrete Schritt?

  • Wann schaue ich nochmal drauf, wie das so war oder ob alles OK ist hier?

Klingt ein bisschen wie im Verhaltenslabor und ich bin die Maus?

Ja, es ist ein Labor, eine, nein, DEINE Forschungsstation für Leben.

Und nein, Du bist der Mensch, der die einzigartige Fähigkeit hat durch Erkennen, reflektieren und gestalten Dich selbst und Deine Umgebung zu beleben und zu bereichern.


Nebenbei, wäre dies ein Artikel über Projektmanagement wäre die obige Anleitung etwas komisch ausgedrückt, aber ganz einfach hilfreich und für ein gelungenes Projekt bzw. das sog. Controlling oder dem Umgang mit einem sog. Milestone absolut notwendig.


Der oben beschriebene Übergangs-Dreisprung lässt sich im Kleinen wie im Großen probieren. Wie wäre es nach dem Aufwachen vor dem Gang in den Tag die eine oder andere Frage zu bewegen und dann nach dem Aufstehen ebenfalls. Wie wäre es vor dem Eintritt in eine Partnerschaft, dem Umzug an einen neuen Ort einmal diesen Moment vorweg zunehmen, zu schnuppern oder für Dich in Deiner Kammer das genau zu probieren.

  • Wähle den Übergang, den Du kennen lernen willst.

  • Definiere drei Plätze im Raum (Vor dem Übergang, die Schwelle, nach dem Übergang)

  • Nimm Dir 10 Minuten.

  • Tritt bewusst auf den Platz "vor dem Übergang" und bewege für 3 Min eine oder mehrere der Fragen.

  • Tue den Schritt hinüber. Nimm Dir dafür ebenfalls 3 Minuten. JA, ernst gemeint!

  • Komme an auf dem Platz "nach dem Übergang" und bewege für 3 Min eine oder mehrere der Fragen.

  • Tritt heraus und schau eine Minute auf den zurück gelegten Weg und sag Dir auf Deine Art Danke.

Wie war das? Gab es einen AHA-Moment (Oh, das gibts auch, das ist ja cool!)? Oder einen Hmm-Moment, weil sich alle Arten von Antworten und Aspekten zeigen (auch die Unangenehmen). Ja, genau darin liegt die Chance. ALLE sind der ganze Korb, der große Bogen, das vollständigere Bild. Das bin ich auch und das auch... No risk, No Fun.


"Das Unerwartete birgt das Eine, was bisher sich nicht gezeigt."



Das Kleine bereitet das Große vor



Im Üben und Trainieren ist es gut und für den ganzen Organismus notwendig und auch sorgsam und schonend, nicht gleich zu groß zu beginnen.

Das gilt beim Boxen oder Marathon ebenso wie für das Sterben. Will ich als ungeübter Läufer einen Marathon laufen, so brauche ich sicher ein Jahr oder mehr der Vorbereitung auf diesen Übergang "Ich werde Marathonläufer". Wiege ich 110kg und bin nicht 2,4m groß sondern nur 1atchtzig, dann braucht es noch mehr Vorbereitung. Denn es wartet zuvor der Übergang zum "schlanken Menschen" oder vermutlich noch ein paar mehr Übergänge.


Ebenso verhält es sich in der Vorbereitung auf den finalen Übergang des physischen Mensch Seins, den Übergang des Todes. Und wie bitte bereitet man sich darauf vor?

Nun, im Prinzip genau so wie auf den Marathon. Wobei es im Fall des physischen Todes wirklich der einzige Marathon ist, den ich laufen werde mit dieser Körperhülle.


Spirituelle Traditionen und Glaubenssysteme bieten dafür Anleitungen und Hilfestellungen an. Eine wirklich beeindruckende und einfache Form des Näherns an diese Stelle ist die Bewusstseinsübung, jeden Tag als einen Lebenszyklus zu sehen. Morgens werde ich geboren. Wow, ich bin ein Eintagsmensch. Ich lerne leben, gehen, sprechen, fallen, Erfolg und Misserfolg haben, verbinde mich, trenne mich und am Abend lege ich mich hin im Bewusstsein, dass dieser Tag und mein Leben zu Ende ist. Es gibt kein Morgen.


Mache ich das einige Monate oder Jahre wird das für den Moment X sicher hilfreich sein. Und nebenbei hat die Welt, meine Familie, meine Umgebung mit Sicherheit viel davon, weil ich mit diesem Bewusstsein sicherlich enorm klar und menschlich Tag für Tag spürbar bin. Ich bin quasi sterbenslebendig!


Checkliste GestaltungsKunst

Wenn Übergangs-Gestaltung eine Kunstform ist, davon bin ich sehr überzeugt, dann wäre es doch super, immer mal wieder an einer bestimmten Schwelle zu prüfen, wie meine Fähigkeiten mit dieser Art Übergang entwickelt sind.


Die nachfolgende Liste an Kontroll-Thesen ist genau dafür geeignet zu ermitteln, wie sicher oder unsicher Du Dich an Übergang X fühlst.

  1. Diese Art von Übergang ist mir vollständig neu.

  2. Ich kenne diese Form des Übergangs zumindest schon theoretisch.

  3. Ich habe diese Art Übergang schon praktisch kennen gelernt.

  4. Ich bin in einer beliebigen Situation in der Lage, diese Art Übergang auch als solchen zu identifizieren.

  5. Ich kenne diese Art Übergang und beobachte heute Mal, welche Möglichkeit ich wohl eher unbewusst wähle.

  6. Ich trainiere heute eine mir bekannte Möglichkeit der Gestaltung dieses Übergangs.

  7. Ich trainiere heute eine mir unbekannte weitere Möglichkeit der Gestaltung dieses Übergangs.

  8. Ich improvisiere mit meinem Übergangs-Werkzeugkasten heute mal diese Art Übergang.

  9. Ich erzeuge bewusst und in bestimmter Form diesen Übergang, weil er mir heute nützlich und geraten erscheint.

Wenn Du einen großen oder kleinen Übergang vor der Nase hast, probiere mal diese Fragen aus. Wenn Du bei einer Zahl anhältst und feststellst, dass Du ein Stop oder Nein findest, dann kannst Du von dort mit den weiter oben beschriebenen drei Schritten (Anhalten, Schritt tun, Anhalten) und den Fragen diesen Übergang mal durchspielen. Hilfreich ist es, sofern Du Dir Zeit nimmst, zu Beginn des Übergangs, wenn er als Geschehen von außen ausgelöst geschieht, kurz diese Fragen innerlich vorher zu spielen.

Je geringer Deine bisherigen Erfahrungen mit dieser Art Übergang ist (niedrige Stop-Zahl) desto langsamer und wohlwollender sei mit Dir dabei.


In jedem Fall gilt, je mehr dieser Thesen Du nacheinander mit einem herzhaften Ja beantworten kannst, desto mehr hast Du schon an Expertise gesammelt und im Gepäck.


UND: Jede dieser Position ist weder gut noch schlecht. Wann immer Du eine neue bisher unvertraute Position einnimmst, ist es ein Grund zu feiern, denn gerade geschieht etwas Außergewöhnliches, was Mut, Wagemut, vielleicht auch Überschätzung oder "Blindheit" (gibt's nicht wirklich ;-) offenbaren mag. Es bringt aber Deinen Erfahrungsraum einen Schritt weiter.



Aperitif oder Dessert? - Beides möglich



Gerade die unverhofften Übergänge kommen eben...

...unerwartet.


Da stolpert man dann schon mal durch. Das Gute ist, dass es auch absolut möglich ist, nachträglich ein Ritual, einen Übergang zu gestalten, um wichtige Punkte, Fragen des Übergangs nochmal zu feiern und zu würdigen. Theoretisch sind im Bereich der "schief gelaufen" Rituale eine Scheidung oder eine Beerdigung genau für diese nachträgliche Form der Bearbeitung geeignet und hilfreich.

Auch wenn sie sich anfühlen wie Wurzelbehandlung sind diese Prozess- und Wandlungsräume eine Art Sternenschmiede für das eigene Universum. Das wache und beherzte Durchschreiten eines Abschiedsrituals ist für mich häufig enorm stärkend und Richtung weisend gewesen. Ich meine das durchaus ernst, wenn ich dann sage: "Puhhh, echt krass hart und scheiße ungemütlich UND total gut und heilend".




Gerade die großen Dinge zeigen sich oft...

...schon sehr früh.


Ebenso können Rituale auch am Beginn von Etwas stehen. Wird am Horizont vielleicht auch nur schemenhaft eine mehr oder weniger deutliche Veränderung erkennbar, so kann es total hilfreich sein, schon früh mit einem Ritual quasi in die Vorbereitung, Vorspürung zu gehen auf dieses Ereignis zu. An dieser Stelle sind sogenannte Visionssuchen ein wirklich kraftvolles Mittel den persönlichen Paradigmenwechsel in ritueller Form zu begleiten und zu erforschen.


TIPPs:

  • Wirkliche Profis im Bereich der Übergangs- und Schwellenarbeit sowohl im Seminar- wie auch therapeutischen Kontext findest Du hier: Integralis-Akademie

  • Kraftvolle Rituale im Zusammenhang mit großen und kleinen Übergängen für Einzelpersonen und Gruppen mit Unterstützung und Begleitung in Natur und Spiritualität findest Du hier: Wildnis des Herzens



 

Fotonachweis: (von oben nach unten); 1- Christian Papaux (unsplash) || 2 - Mu-un Ra (Elbe 2014) || 3 - Jazz 4 - Soham Das (unsplash) || 5 - Miachael Dziedzich (unsplash) || 6 - Kimayoi 7 - Rafael Garcin (Unsplash) || 8 - Evgeni Tcherkasski (unsplash)

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